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Der VW-181 Kübelwagen PDF Drucken E-Mail
Beigesteuert von Roman   
Samstag, 07 Januar 2006
Die Geschichte des VW 181
(manche werden es nicht mehr hören können)

Als Nachfolger des bewährten DKW-Munga benötigte die Bundeswehr Ende der 60er Jahre wiederum einen geländefähigen PKW. Da der geplante "Euro-Jeep" nicht verwirklicht werden konnte , verfielen die Militärs auf eine Zwischenlösung, in der Hoffnung, daß später ein geländegängiger Wagen in der Nutzklasse bis 500kg zur Verfügung stehen werde.

Diese Zwischenlösung , die sich VW-Ingenieure einfallen ließen, sah so aus:

Man nahm das Chassis vom Käfer, die Hinterachse, das Getriebe und die Maschine vom VW-Bus, sowie eine neue Karosse mit kurzen Überhängen. Fertig war ein robuster und kostengünstiger Geländewagen.

Image Dieses Rezept bewährte sich tatsächlich. Von der "Zwischenlösung" rappelte sich der 181er schnell zu einem unverzichtbaren Fahrzeug der Bundeswehr. Die Karosserie, die Auspuffanlage und das Faltdach waren eigenständige Entwicklungen. Diverse Fahrzeugteile wurden den laufenden Serien ( Käfer, 1500, 1600, Bus ) entnommen. Andere mussten verstärkt werden, um dem Beschaffungsamt zu genügen. Wieder andere bekamen, wie zum Beispiel die Außenspiegel einen olivfarbenen Tarnanstrich. Durch die Seriennähe konnten Entwicklungskosten und Produktionskosten gering gehalten werden. Auch verschaffte diese "Normung" eine vereinfachte Logistik. Kübel-Ersatzteile wurden nicht von den Versorgungseinheiten bevorratet ( die Lagerkosten brummte man VW auf und belastete somit nicht den Verteidigungshaushalt) , sondern dezentral d.h. beim VAG-Partner bezogen Man vertraute hierbei voll auf den VW-Service.
Zu den wichtigsten Änderungen während der Bauzeit zählte 1973 die Umrüstung von der Pendelachse mit Radvorgelegen (Känguruh-Achse) des VW-Busses zur Doppelgelenkachse des Käfers, mit der damit verbundenen Umrüstung des Getriebes, der Reifen und des Motors.

Bei der Bundeswehr erfolgte 1985/86 teilweise eine Änderung der Tarnlackierung der BW-Fahrzeuge. Das frühere einheitliche Nato-oliv wurde durch eine dreifarbige Flecktarnung ersetzt. Bei der Umrüstung stellte man jedoch fest, daß eine erhebliche gesundheitliche Belastung durch schwermetallhaltige Stäube der alten Lacke bestand. Die Instandsetzungsbetriebe stellten die Aktion ein. Heute fahren daher Kübel mit Flecktarnung und im Nato-oliv-Gewand friedlich nebeneinander her ( mittlerweile auch nicht mehr ganz so kriegerisch, sonder recht farbenfroh).


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